Moses Pelham und seine eingeschworene Gemeinde, die unter dem Bandnamen Glashaus durch Deutschland zieht und die Menschen zur Liebe und Vergebung ermutigen will, kann natürlich auch nicht an Hannover und dem Capitol vorbei. Und hier wird mit schwarzer Soulmusik deutsche Befindlichkeit im Zeitlupentempo zelebriert. Schade nur, dass der mitgebrachte Tonmann es bis zum Ende der 90 Minuten nicht schaffte, die Stimmen der Sängerin oder des kaum wahrnehmbaren Chors hörbar zu machen. Gerade bei Glashaus, wo die Texte nun mal so elementar sind, sollte sie der Fan auch verstehen und nicht nur erahnen können. Gut, die anwesenden, leider nur wenigen Gäste, hatten damit nicht viele Probleme, kannten ihre Lieder und huldigten einer schwarz angehauchten, sentimentalen, ja traurigen Makellos-Musik, die das eine oder andere Mal in Schönheit untergeht – von der Macht der 11 Protagonisten, Pelhams "Jah Sound System", eher totgespielt wird. Denn ein paar doch notwendige Ecken und Kanten finden sich da kaum – ganz gemeine Mitmenschen, zu denen wir natürlich nicht gehören, könnten das auch problemlos als langweilig bezeichnen.


