Der altlinke Korrekt-Rocker Justin Sullivan ist nicht erst seit New Model Army Garant für ordentliche Texte und gediegene Gitarrentöne. Seine Solotourneen mit Lebensgefährtin Joolz als Red Sky Coven strotzten stets vor fröhlichen, sehr britischen Schnurren aus ihrem Leben – waren immer ein toller Spaß. Seit er nur mit Keyboard/Gitarre (Dean White) und Percussion (Michael Dean) als Begleitung unterwegs ist, nehmen seine Konzerte schon mal sehr ernste Züge an. Was sich aber an diesem Abend im Faust erstaunlicherweise als sehr entspannte Veranstaltung herausstellte. Eine anständige E-Gitarre peppt das engagierte Klampfen Sullivans erst richtig auf, manchmal mit wirkungsvollem Wechsel aufs Keyboard – das macht einen sehr runden Sound, zudem ausnahmslos gekonnt vom Percussionisten unterstützt. So mögen die vielen Fans gerne den mit Inbrunst gesungenen Texten folgen, freuen sich über doch zumindest die eine oder andere kleine Geschichte aus Sullivans Leben. Die Botschaft kommt an, Sullivan ist der Mann für korrekte Statements zum Leben. Überzeugend.


